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Tages- und Festgeld: Demnächst gibt's noch weniger

Mit Tages- oder Festgeld verschenken Anleger freiwillig Geld - wenn man die Inflation mit einbezieht. Aktuell liegt die Inflationsrate bei 1,9 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass sie in den nächsten Jahren auf drei, vier Prozent steigen könnte.

Für Tagesgeld bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken gibt es schon jetzt nur Zinsen von unter einem Prozent. Für die Inflationsrisiken erhalten Anleger nicht mal eine ansatzweise angemessene Rendite. Anleger werden hier viel Geld verlieren", erklärt Ökonom Max Otte.

Nach der historischen Zinssenkung der Europäischen Zentralbank müssen Sparer mit noch schlechteren Konditionen für Tages- und Festgeld rechnen. Innerhalb der kommenden drei bis vier Wochen würden die Banken die Zinsen nach unten anpassen, sagte Max Herbst, Chef der Finanzberatung FMH. Auch für Festgeld, das für mehrere Monate angelegt wird, sei mit niedrigeren Zinsen zu rechnen.

Einige Privatbanken bieten noch etwas höhere Zinsen. Das Problem dabei: Oftmals sind diejenigen Institute besonders spendabel, deren Mutterhäuser selbst am Markt viel zahlen müssen, um an Geld zu kommen. Anders ausgedrückt: Hohe Zinsen bieten häufig Institute mit schwacher Bonität. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon, warnte kürzlich Sparer, nicht auf bestimmte Angebote "reinzufallen".

Statt jedem Zehntel Prozent hinterherzujagen, sollten sich Anleger damit befassen, wem sie ihr Geld geben und wie es mit der Einlagensicherung aussieht. Wenn eine Bank in Deutschland der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) angehört, sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. Das schreibt das deutsche Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) vor. Das gilt auch für Tochterunternehmen ausländischer Banken, die einen Sitz in Deutschland haben.

Zusätzlich gibt es hierzulande ein freiwilliges Sicherungsnetz mit weit höheren Summen - dadurch sollen sogar Millionenbeträge abgesichert sein. Im Rahmen der freiwilligen Einlagensicherung sind Kundengelder pro Anleger in Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert. Dem Einlagensicherungsfonds gehören mehr als 170 Banken an, darunter beispielsweise Santander Consumer Bank oder ING Diba. Anders liegt der Fall bei Banken, die ihren Geschäftssitz außerhalb Deutschlands haben. Bei einer Pleite greift bislang noch das Sicherungssystem des jeweiligen Landes. Das heißt: Anleger müssten sich ihr Geld aus dem Ausland zurückholen.

Beispiele für Banken mit Hauptsitz im Ausland, die in Deutschland nicht eine eigene deutsche Gesellschaft, sondern nur Niederlassungen betreiben, sind Advanzia Bank (Luxemburg), Garantibank, NIBC, Moneyou, Triodos Bank (alle Niederlande) sowie Denizbank, Vakifbank und VTB Direktbank (alle Österreich).

Eine weitere Variante ist die Kombination aus deutscher und ausländischer Einlagensicherung - wie bei Bank of Scotland, Barclays und Cortal Consors. Diese Banken haben zwar einen Sitz im Ausland, sind aber gleichzeitig Mitglied im Sicherungsfonds der deutschen Banken. Im Pleitefall wäre zunächst die Einlagensicherung des jeweiligen Landes bis zum Betrag von 100.000 Euro dran. Für höhere Beträge wäre die Einlagensicherung der Privatbanken zuständig.

Fazit: Tagesgeld ist sinnvoll, um etwas Geld ohne größeres Risiko zu parken. Das ersetzt allerdings nicht die breite Streuung des Vermögens. Wer nur auf Tages- oder Festgeld setzt, verliert durch die Inflation in den kommenden Jahren Geld. Außerdem müssen Sparer die Bank, auf die sie vertrauen, genau unter die Lupe nehmen.

 

 

 

 

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